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Schöllkraut (Chelidonium majus)

Schöllkraut

Das Schöllkraut ist eine 30 bis 50 cm hohe Pflanze, die mit kurzem, ästigen Wurzelstock ausdauert. Wie alle Teile enthält auch der aufrechte, verzweigte Stengel einen orangegelben Milchsaft. Die Blattunterseite und Stengel sind hell bläulich grün. Ein Teil der zarten Laubblätter bildet eine grundständige Rosette. Die Blüten stehen in wenigblühenden Dolden (2-6 Blüten). Die Kronenblätter sind wie die zahlreichen Staubblätter leuchtendgelb. Aus dem Fruchknoten bildet sich eine bis zu 5 cm lange, schotenähnliche Kapsel, die schwarze, eiförmige Samen enthält.

Vorkommen

Das Schöllkraut besiedelt vorzugsweise Standorte in der Nähe menschlicher Ansiedlungen. Häufig findet man es an Wegrändern, Straßenrändern, Hecken und Zäunen. Aber auch in Mauerritzen sitzt es außerordenlich gerne. Ameisen tragen die Samen gern dahin.

Familie

Mohngewächse (Papaveraceae)

Inhaltsstoffe

Der Milchsaft entält eine Reihe von Alkaloiden, hauptsächlich Chelidonin, Chelerythrin, Sanguinarin, Berberin, Protopin, Spartein.

Blütezeit

Mai bis September

Sammelzeit

April bis Juni

Sammelgut

Ganzes Kraut

Wissenswertes

Das Schöllkraut darf nach §1 Abs.1 Nr.2 des AMG 76 nicht mehr als Fertigarzneimitteldroge ausserhalb von Apotheken vertrieben werden.