Johanniskraut

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Johanniskraut (hypericum perforatum)

Johanniskraut

Johanniskraut ist eine mehrjährige krautige Pflanze. Im Winter sterben die oberirdischen Pflanzenteile ab; aus dem Rhizom wächst die Pflanze im Folgejahr wieder heran.
Die Blüten sind gelb und fünf-zählig, mit einem Durchmesser von etwa 2 cm. Die Blätter sind länglich oval, etwa 10 mm lang und 3 mm breit. Betrachtet man die Blätter im Gegenlicht, so erkennt man durchscheinende, mit einer hellen Flüssigkeit aus ätherischem Öl und Harzen gefüllte Sekretbehälter, die das Blatt perforiert erscheinen lassen.

Vorkommen

Johanniskraut war ursprünglich in Europa weit verbreitet, ist vom Menschen aber auch in anderen Kontinenten eingeführt worden, und hat sich dort vielfach etabliert.
Es ist häufig an Wegesrändern und trockenen sonnigen Standorten zu finden. Allgemein ist es eine Pflanze offener Flächen und wächst nicht in tiefem Schatten.
Aufgrund der Verwendung als Heilpflanze wird Johanniskraut landwirtschaftlich angebaut. Gleichzeitig ist es im übrigen landwirtschaftlichen Anbau ein unerwünschtes Unkraut. Weidetiere, die vom Johanniskraut fressen, zeigen eine erhöhte Empfindlichkeit gegenüber Sonnenlicht und Nervenstörungen; bei hohen Dosen verenden sie.

Inhaltsstoffe

Die offizinelle Droge enthält mindestens 0,08% Gesamt-Hypericine, welche in den Exkretblättern der Blüten lokalisiert sind. Durchschnittlich zwischen 0,1-0,3% Hypericin, Pseudohypericin und ähnliche Substanzen sowie 0,5-1% Flavonoide und Bioflavone. Auch das antibiotisch wirksame Hyperforin ist nachweisbar.

Blütezeit

Juni bis August

Sammelzeit

Juli bis August

Sammelgut

Oberes Kraut und vor allendingen die Blüten

Geschichtliches

Die Pflanze wird von Dioskurides erwähnt und in den Kräuterbüchern des Mittelalters erwähnt. Der rote Farbstoff Hypericin wurde für das Blut des Sonnengottes Baldur gehalten. Daher auch der Name Baldurkraut.