Hopfen

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Hopfen (Humulus lupulus)

Hopfen

Der Hopfen ist ein 3 bis 6 m langes, krautiges Schlingengewächs, das mit starker, weitverzweigter Wurzel überdauert. Seine rechtswindenden, bis federkielstarken Stengel sind mit zahlreichen kleinen Klimmhaken besetzt. Die Laubblätter sind langgsetielt und meist tief drei- bis fünfspaltig. Die Blüten der zweihäusigen Pflanzen stehen in Blütenständen. Die männlichen Blütenstände sind rispenartige Trugdolden, die weiblichen dichtblütige Scheinähren. Ihre Blüten vergrößern sich später zu eiförmigen Fruchtständen. Die zuerst gelbgrünen, später gelbbraunen Fruchtschuppen sind am Grund mit Harzdrüsen besetzt, Der Fruchtknoten entwickelt sich zu einer bis zu 6 cm langen Nuss. Für den Anbau wurden zahlreiche Kultursorten gezüchtet.

Vorkommen

Der Hopfen ist eine Pflanze feuchter Standorte. Man findet ihn an Hecken und Zäunen und Waldrändern. Wegen des aromatischen Geschmacks der weiblichen Blütenstände (Hopfendolden) und ihrer Verwendung in der Bierbrauerei wird der Hopfen (stets nur die weibliche Pflanze) an zahlreichen Orten angepflanzt In Mitteleuropa schon seit dem 8 Jahrhundert.

Familie

Hanfgewächse (Cannabaceae)

Inhaltsstoffe

Harz, ätherisches Öl, alpha-Hopfenbittersäuren, Humulon, Cohumulon und Adhumulon sowie die beta-Hopfenbittersäure Lupulon; weiterhin ist Xanthohumol enthalten.

Sammelzeit

Juli bis August

Geschichtliches

Im Mittelalter wurde in den Klöstern Hopfen als Zutat ins Bier gegeben, um den sexuellen Trieb der Mönche zu zügeln.