Huflattich (Tussilago farfara)

Huflattich

Im zeitigen Frühjahr treiben die knöpfchen tragenden Blütenstiele aus. Diese erreichen ein Länge von ca. 30 cm. Die Blütenstiele sind mit rötlichen schuppenblättern besetzt und bis zu den goldgelben Blütenkörbchen behaart. Eine Hülle umschliesst die Blüten, die aus zahlreichen weiblichen Zungenblüten und in der Mitte aus 30 bis 40 Scheibenblüten bestehen. Die Früchte haben eine Haarkrone (Papus). Erst nach dem Blühen bilden sich die grundständigen, anfangs beiderseits weisswollig-filzigen, oberseits bald verkahlenden Blätter. Die Blätter der Pestwurz sehen ähnlich aus, sind allerdinngs viel größer und, ausser in der Jugend, weniger behaart.

Vorkommen

Einer der ersten Fühjahrsblüher findet man ihn an Wegrändern, Feldern, Geröllhalden und Bahndämme. Er liebt feuchten, tonigen Boden.

Familie

Korbblütengewächse

Inhaltsstoffe

Die Blätter enthalten Schleimstoffe, Flavonoide und Gerbstoffe, Inulin, ewats ätherisches Öl und Bitterstoffe. Die Inhaltsstoffe der Blüten sind ebenfalls Schleimstoffe, Flavonoide und geringe Mengen an Gerbstoffen.

Sammelzeit

Blätter Mai bis Juni, Blüten März bis April

Sammelgut

Blätter (Folia Farfarae), Blüten (Flores Farfarae)

Geschichtliches

Über die Heilwirkung des Huflattichs, vor allem über die de Blätter, wusste man schon im Altertum gut Bescheid. Sowohl Plinius als auch Dioskurides und Galen berichten davon. In der Heilkunde des Mittelalters bediente man sich ebenfalls der Pflanze.